Von der Logistik profitieren

Aktualisiert: Mai 18

Die Nachfrage nach Logistkdienstleistungen ist keine primäre, sondern eine abgeleitete Nachfrage. Sie entsteht durch Nachfrage von logistischen Dienstleistungen durch Beschaffung und Distribution. Insofern erfuhr die Logistik im Jahr 2020 einen massiven Wandel und musste sich schnell auf neue Gegebenheiten einstellen. Die Belieferung des stationären Handels war zeitweise ausgesetzt und drehte sich zu Gunsten des eCommerce-Booms, den wir vergangenes Jahr erlebt haben. Nun hieß es: Zustellung im zweiten Stock bei Tante Mizzi anstelle von Entladung an der Rampe. Home Delivery verlangte rasch gute Lösungsansätze, da sich die Belieferung nach Hause wesentlich von der Zustellung im Zentrallager unterscheidet.


Auch Unternehmen mit globalen Lieferketten hatten während der Pandemie auf unschöne Art erfahren müssen, was es für das eigene Unternehmen bedeutet, wenn die Lieferketten unterbrochen sind. Ein Problem, das in manchen Branchen nach wie vor omnipräsent ist. Auch die Panne im Suez-Kanal hat schmerzlich gezeigt, wie einfach Out-Of-Stock Situationen herbeigeführt werden können und was es für die Wettbewerbsfähigkeit bedeutet, wenn die Produkte zwar toll aber nicht verfügbar sind.

Die Logistik wird in vielen Unternehmen nach wie vor als notwendiges Übel gesehen: Ist notwendig, verursacht aber Kosten und ist somit ein klassisches Costcenter, das keinen Profit erzeugt. Kostenreduktion ist daher angesagt. Auch bei den Lagerflächen. Durch eine Verkürzung der Durchlaufzeiten lassen sich größere Mengen bei selber Lagerfläche bewältigen. Der Nachteil: Niedrige Lagerbestände und somit ein hoher Anspruch an die Effizienz der Lieferketten. Die Logistik rückt wieder in den Fokus. Eine funktionierende Logistik kann ein Wettbewerbsvorteil und ein Grund sein, warum ein Produkt gekauft wird oder eben nicht.

Eine Umfrage unter Unternehmen der deutschen Logistik-Branche hat ergeben, dass 52 % der Befragten im Jahr 2021 in Lagerhallen investieren wollen (Quelle: SCI Verkehr, Statista). Eine Investition, die auch eine hohe Kapitalbindung mit sich bringt. Ich finde Prologis sehr spannend und kann mir vorstellen, dass die Miete von Logistikimmobilien einen Aufschwung erfahren könnte. Auch, weil derzeit hohe Investitionssummen im Bereich der Digitalisierung zu stemmen sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch Investitionen in Software stehen weit oben auf den Wunschlisten der Logistikmanager.


Allgemein geht man davon aus, dass die Branche wieder Fahrt aufnehmen wird.

Beispielsweise Hapag-Lloyd, die Hamburger Containerreederei, rechnet mit steigenden Ergebnissen. Die Frachtpreise ziehen - auch aufgrund steigender Ölpreise - wieder an. Alles ist wieder in Bewegung.


Ein ebenfalls sehr interessantes Unternehmen ist DSV. Nach der Übernahme von Panalpina vor 2 Jahren wurde kürzlich die Übernahme von Global Integrated Logistics, der Logistiksparte des Agility-Konzerns verkündet. Durch Zusammenlegung der beiden Unternehmen entsteht ein Konzern mit mittlerweile 70.000 Mitarbeitern und 22 Milliarden Dollar Umsatz. Außerdem ist DSV, was die EBIT-Margen betrifft, im Vergleich zur Peer-Group am oberen Ende der Skala zu finden.


Alle drei Unternehmen sind in den vergangenen 5 Jahren um jeweils mehr als 10 % pro Jahr gewachsen und könnten auch weiter für Furore sorgen.


Investitionen in die genannten Unternehmen erfolgen auf eigenes Risiko. Die Informationen sind keine Anlageberatung sondern dienen ausschließlich der Information.


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