Was zur Hölle sind ETF?

ETF (Exchange Traded Fund, deutsch börsengehandelter Fonds) sind Investmentfonds, die an einer Börse gehandelt werden. Die meisten ETF sind passiv verwaltete Fonds, welche die Zusammensetzung und Entwicklung eines Index nachbilden. Bekannte Indizes sind unter anderem

  • ATX

  • DAX

  • S&P 500

  • Nasdaq 100

  • MSCI World


ETF sind für die meisten Anlageklassen wie zum Beispiel Aktien, Anleihen oder Rohstoffe verfügbar. In der Regel unterscheidet man zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETF.

  • Thesaurierende ETF: Die Dividenden von den Unternehmen, die im abgebildeten Index Dividenden auszahlen, werden von der Kapitalanlagegesellschaft sofort reinvestiert. Die Ausschüttungen werden thesauriert. Dadurch erhöht sich der Kurs des ETF.

  • Ausschüttende ETF: Die ausgezahlten Dividenden werden auch an den Anleger ausbezahlt.

Thesaurierende ETF bieten sich insbesondere dann an, wenn man noch am Anfang steht und sich noch im Stadium des Vermögensaufbau befindet. Ausschüttende ETF haben den Vorteil, dass ihre Auszahlungen einen passiven Einkommensstrom generieren, da die Ausschüttungen zu definierten Zeitpunkten im Jahr an den Anleger ausbezahlt werden. Ist man beispielsweise mit € 50.000 in einen ETF investiert und die Ausschüttungsrendite beträgt 1,5 %, so werden € 750 (vor Steuern) an den Anleger ausbezahlt. Beim thesaurierenden ETF werden diese 750 Euro sofort wieder in den ETF reinvestiert.


Die Vorteile von ETF:

  • Aufgrund der passiven Verwaltung sind ETF wesentlich günstiger als aktiv verwaltete Produkte, da hinter der Verwaltung kein Fondsmanagement steht. Das hat insbesondere langfristig gesehen großen Einfluss auf die Gesamtrendite.

  • Nachdem ETF einen Index abbilden und somit einen ganzen „Korb“ an unterschiedlichen Positionen beinhalten, ist man in der Regel schon mit einem ETF sehr breit gestreut und minimiert daher sein Risiko. Ein ETF, der den amerikanischen S&P 500 nachbildet, beinhaltet in Summe 500 Unternehmen. Es erfolgt eine Kapitananlage in den breiten Markt. Schwächephasen von einzelnen Unternehmen werden durch Stärkephasen anderer Unternehmen ausgeglichen.

  • Den wenigsten Fondsmanagern gelingt es, den Markt langfristig zu schlagen. Meist erzielt man mit einer Investition in den Index besserer Renditen als durch aktives Fondsmanagement.

  • ETF werden an der Börse gehandelt und können jederzeit veräußert werden, während Fondsanteile vom Emittenten zurückgenommen werden, was nicht sofort möglich ist. Man setzt sich daher beim Verkauf auch den Kursschwankungen aus, die zwischen Auftrag und Rücknahme auftreten können.

  • Man muss sich nicht mit einzelnen Aktien auseinander setzen, sondern investiert in den gesamten Markt. Die Anlage in ETF erfordert kein Detailwissen.

  • Bei vielen Brokern sind diverse ETF sparplanfähig. Schon für 30 Euro pro Monat kann man einen Index besparen und sein Geld anlegen.

ETF sind eine hervorragende Anlageform, um sich ohne großen Aufwand ein Vermögen anzusparen & von den Renditen zu profitieren, die der breite Markt abwirft. So hat beispielsweise der S&P 500 eine langfristige jährliche Rendite von 9 %. Das Ertrags-Risiko-Verhältnis könnte hierbei sehr interessant sein.


ETF eignen sich für jedermann, der sein Kapital langfristig anlegen und passiv Vermögen aufbauen möchte. Die Eintrittsbarriere ist relativ gering: Broker wählen, Depot eröffnen und Sparplan anlegen.

Also, worauf wartest du noch?


In meinen nächsten Beiträgen werde ich einige ETF vorstellen, die ich persönlich sehr spannend finde und mir deshalb etwas genauer angesehen habe.

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